Nachhaltige Schülerfirma

8. Internationale Schülerfirmenmesse in Berlin

Über 60 Unternehmen aus 6 Nationen nahmen am 21./22. Februar 2017 auf der jährlichen Internationalen Schülerfirmenmesse im FEZ Berlin teil. Mit dabei waren Schülerfirmen aller Schulformen und Altersstufen und nahezu aller Branchen: mit – oft fair gehandelten – Produkten aus Natur und Garten, Kunst und Handwerk sowie Dienstleistungen.  

Das Fachnetzwerk Schülerfirmen der DKJS nutzte das internationale Forum, um die Schülerfirma Macadamiafans aus Göttingen mit dem Sonderpreis ‚Internationales‘ des Qualitätssiegels KLASSE UNTERNEHMEN auszuzeichnen. "Die Macadamiafans Göttingen handeln fair mit ökologisch nachhaltig angebauten Macadamianüssen in Kenia und achten dabei auf eine sozial faire Wertschöpfungskette" - so die Jury.

KLASSE UNTERNEHMEN: Jury zeichnet beste Schülerfirmen Deutschlands 2016 aus

Die Schülerfirma "Macadamiafans Göttingen" hat sich erfolgreich für das Qualitätssiegel des Fachnetzwerkes Schülerfirmen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung beworben und ist seit dem 04. Mai 2016 offiziell ein KLASSE UNTERNEHMEN 2016!

Außerdem gehört die Schülerfirma "Macadamiafans Göttingen" zu den besten besiegelten Schülerfirmen. Wer sind die drei besten Schülerfirmen 2016? Das diskutierte am 07.11.2016 eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), der Technischen Universität Berlin (TUB), Unternehmen und erstmals aus einem Schülerunternehmen. Wie ist das Team organisiert? Übernimmt die Schülerfirma selbst die Buchhaltung? Wie sehen Nachwuchsgewinnung und Eigenwerbung aus? Arbeiten die Jungunternehmer ökologisch oder sozial nachhaltig? Die Entscheidung fiel den Jurymitgliedern sichtlich nicht leicht – so vergab sie nach lebhaftem Für und Wider neben den regulären ersten drei Plätzen einen Extra-Preis für Öffentlichkeitsarbeit und Internationales an die Schülerfirma Macadamiafans in Göttingen. [mehr]

Macadamiafans unter den besten zehn Schülerfirmen Deutschlands 2016

  • richtet sich an alle Schülerfirmen und macht keinen Unterschied in der Schulart
  • ist bundesweit aufgestellt
  • ist der erste Wettbewerb, bei dem der Erfolg aller Teilnehmer durch die Plattform im Internet täglich bestimmt werden kann
  • lädt Internetuser und Interessierte ein, sich durch ein Voting am Wettbewerb zu beteiligen
  • kann von den Schülerfirmen langfristig als Präsentationsmöglichkeit im Internet genutzt werden

Link zur Preisverleihung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Anthony Ngondi und Matti Spiecker im Hainberg-Gymnasium

Am 22. September 2016 waren Anthony Ngondi, der kenianische Koordinator von Macadamiafans und Matti Spiecker, der deutsche Koordinator von Macadamiafans zu Besuch im Hainberg-Gymnasium:

Staunend nahmen die SchülerInnen zur Kenntnis, dass Ngondi 17 Geschwister hat. Als Kind musste er sich die Schuluniform mit einem Bruder teilen. „Erst ging er zu Schule, dann zog ich sein Hemd über und ging zum Unterricht“, schilderte Ngondi auf Englisch. Sieben Kilometer sei er jeden Tag zur Schule gelaufen, barfuß: „Erst mit 14 habe ich meine ersten eigenen Schuhe bekommen.“ Keine Ausnahme, sondern die Regel in seinem Land, das vermutlich deshalb auch die besten Marathonläufer stelle.

Ngondi erzählte über die Armut der Menschen in Kenia, über deren Fröhlichkeit, über den großen Respekt, den Kinder Erwachsenen schuldig sind. Vor allem aber war ihm die Macadamianuss-Manufaktur wichtig, die von der Stiftung „Welt:Klasse“ im Dorf Rungeto aufgebaut wurde. Die Nüsse und Macadamia-Öl werden über die Partnerschulen in Deutschland vertrieben. Am Hainberg-Gymnasium läuft der Verkauf über die Nachhaltige Schülerfirma "macadamiafans Göttingen"seit 2012 mit großem Erfolg. Ziel ist es, die kenianischen Bauern fair zu entlohnen. Das verdiente Geld ermöglicht ihren Kindern zum Beispiel eine Schulbildung, denn in Kenia seien Schulgebühren üblich. 

BNE - Auszeichnung im UNESCO-Weltaktionsprogramm

Zwei Lernorte aus Göttingen und Hardegsen sind von der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) ausgezeichnet worden. Sie tragen seit Montag die Bezeichnung „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, einem Weltaktionsprogramm der UNESCO.

Göttingen. Diesen Titel gab es für die Schülerfirma Macadamiafans vom Göttinger Hainberg-Gymnasium und den Internationalen Schulbauernhof Hardegsen. Auf dem Internationalen Schulbauernhof Hardegsen können Kinder und Jugendliche nachhaltige Landwirtschaft erleben, indem sie bei der Feld- und Gartenarbeit, der Tierversorgung, der Ernte oder der Zubereitung der Speisen helfen können.

Die Schülerfirma Macadamiafans verkauft fair gehandelte, biozertifizierte Nüsse und Öl, die sie von Kleinbauern aus Kenia beziehen. Damit stellen sie eine angemessene Bezahlung der kenianischen Produzenten sicher. Neben Göttingen und Hardegsen wurde der Osnabrücker Verein für Ökologie und Umweltbildung und die Berufsbildende Schule Uelzen ausgezeichnet.

Dies seien gute Beispiele aus dem schulischen Bereich in Niedersachsen, die wichtige Beiträge zur Bildung für nachhaltige Entwicklung leisten, erklärte Heiligenstadt. Niedersachsen könne sich bundesweit sehen lassen: „Schülerinnen und Schüler erwerben die Gestaltungskompetenz, die sie benötigen, um persönliche und berufliche Entscheidungen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu treffen“, sagte die Ministerin.

Das Ergebnis kann sich auch bundesweit sehen lassen, dort zählen sie zu den 65 guten Beispielen gelebter Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dafür wurden sie von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, geehrt.

Die ausgezeichneten Lernorte erhalten das Logo des UNESCO-Weltaktionsprogramms. Sie können sich mit anderen Akteuren und Initiativen austauschen und werden von der Deutschen UNESCO-Kommission und der Freien Universität Berlin beraten, um Bildung für nachhaltige Entwicklung weiterentwickeln und verfestigen zu können. Quelle: http://www.goettinger-tageblatt.de/Goettingen/Uebersicht/Unesco-Auszeichnung-fuer-Goettinger-Schuelerfirma-und-Hardegser-Schulbauernhof

Weitere Informationen: BNE-Portal

Nationaler Aktionsplan (pdf)