20. Austausch 2018/19 - Molodetschno

Artikel in russischer Zeitung (Orginal in russisch)

Maladetschna ist eine musikalische Stadt...

Die Partnerverhältnisse zwischen der Schule Nr 5 in Maladetschna und dem Hainberg-Gymnasium in Göttingen dauern schon mehr als 20 Jahre.

Das erste Mal ist eine Freiwilligengruppe nach Belarus gekommen, um eine humanitäre Gabe zu überbringen. Jetzt stellt die humanitäre Hilfe den größten Teil unsere Zusammenarbeit dar.

In dieser Zeit haben unsere Schüler und Lehrer ein paar Projekte nach westeuropäischem Programm realisiert, zum Beispiel in Richtung Ökologie, Strahlungsmedizin usw.

Aber am wichtigsten ist der Schüleraustausch zwischen den Erwachsenen und Jugendlichen. Das ist eine gute Möglichkeit mehr über die Traditionen, das Schulsystem, die Kultur und Geschichte in den jeweils anderen Ländern zu erfahren. Auch der Leiter der Schule Nr. 5, Jewgenij Makarewitsch, hat dies betont. Er hat hinzugefügt: In ganz Belarus gibt es keine Projekte, die eine so lang andauernde Partnerschaft zwischen belarussischen und deutschen Schülern haben, so wie es bei uns passiert.

Lange Zeit war Soja Dylewskaja die belarussische Austauschleiterin. Aber jetzt ersetzt sie der junge Deutschlehrer Dzmitry Karol. Im September begrüßte die Schule Nr. 5 die neue Austauschgruppe:  2 Lehrerinnen und 11 Schüler.

Das Thema des Schüleraustausches hieß „Die Verbindung der zwei Länder durch Tanzen und Musik“. Das Programm für die Gäste aus Deutschland war sehr kreativ.  Sie haben die deutschen Gäste mit dem belarussischen Museum und der Bibliothek in Maladetschna bekannt gemacht. In dem Kulturzentrum «Rostok» haben die Gäste belarussische Tänze gelernt, sie haben eine Besichtigung des Kulturpalastes gemacht und auch an der Meisterklasse teilgenommen. Die Belarussen haben eine Reise nach Salessje organisiert, um etwas über das Leben des belarussischen Komponisten Michail Aginsky zu erfahren. Die Austauschgruppe hat eine Vorstellung von „Der kleine Prinz“ im Opern-und Ballettheater besucht.

Den Deutschen hat die Musikhochschule gut gefallen, weil dort viele unbekannte belarussische Musikinstrumente sowie verschiedene Musikunterrichte zu sehen waren und sie eine Probe des Orchesters für das Konzert „Michail Kleafas Aginsky. Newjadomy partret“ miterleben konnten.

Maladetschna eine musikalische Stadt. In der Stadt gibt es gute Möglichkeiten, seine Hobbys zu entfalten und seine Berufswahl zu entscheiden. In Maladetschna arbeiten verschiedene musikalische Institutionen, erzählte die Fremdsprachenlehrerin  aus dem Hainberg-Gymnasium, Linda Schlegel.

Jedes Jahr fahren die besten Schülerinnen  und Schüler nach Deutschland. Sie wohnen in deutschen Familien, reisen und lernen neue Menschen kennen. Dieses Programm verbessert ihr Deutsch. Später studieren die Stipendiaten, die über ein halbes Jahr in Deutschland in Gastfamilien leben, an der Uni. Sie bekommen eine gute Ausbildung und eine erfolgreiche Arbeit.

Eine Schülerin der Schule Nr. 5, Julija Demidowitsch, hat ein halbes Jahr im Hainberg-Gymnasium gelernt. Was hat sie beeindruckt?

Julija Demidowitsch: Das Feiern des Neuen Jahres und das Weihnachtsfest. Göttingen war sehr schön geschmückt, es gab verschiedene Weihnachtsmärkte, man kann dort Souvenirs kaufen. Alles, was ich gesehen habe, hat mich überrascht.

Die Austauschschülerin  Aljaxandra Tjaslenka war 2017 für 10 Tage in Göttingen. Was hat ihr am meisten gefallen?

Aljaxandra Tjaslenka: Die Beziehungen in der Familie. Ich denke, dass sie einander mehr vertrauen, sie entscheiden ruhig alle Probleme und Lebensschwierigkeiten. Die Erwachsenen und Jugendlichen sprechen wie echte beste Freunde miteinander.

 

Übersetzung von Vera Martynova, diesjährige Stipendiatin aus Molodetchno, Schülerin der Klasse 10k2

Sponsoren

Wir danken dem Pädagogischen Austauschdienst und der Stiftung West-Östliche Begegnungen für die finanzielle Unterstützung!