Austausch und Welterbeprojekt 2018

vom 18.5.- 27.05.2018 besucht die Austauschgruppe der DAEWON Foreign Language High School in Seoul/Südkorea das Hainberg-Gymnasium. Der Gegenbesuch einer Gruppe unserer Schule in Seoul ist für den Herbst 2019 geplant.

Austauschleitung: H. Meyer-Bothling (mit  L. Lieberknecht und M. Kleineberg)

Spielen verbindet Menschen

Der Besuch von 22 SchülernInnen und LehrerInnen aus unserer Partnerschule DAEWON Foreign Language Highschool  aus Seoul in Südkorea am HG vom 18.05.bis zum 27.05.2018

Zehn Tage mit vielen tollen Erlebnissen liegen hinter uns: Gäste aus unserer Partnerschule in Seoul haben uns besucht und wir haben ihnen unser Leben und unsere Welt gezeigt. (Fotos mit den Partnern)

Das Thema  „Spielen – Spiele“ hat uns dabei besonders beschäftigt. Unsere koreanischen Partner haben z.B. Spiele aus ihrem Land mitgebracht und sie uns während des langen Pfingstwochenen gezeigt. Eines ihrer Spiel besteht darin, dass man Bälle mit Federn so oft wie möglich mit dem Fuß in die Luft kicken muss. Das ist gar nicht so einfach und manche deutschen SchülerInnen haben sich ziemlich die Füße verrenkt. Die Koreaner hingegen haben bei uns Spiele wie Mensch-ärgere-dich-nicht und Wikingerschach kennengelernt. Wir haben auf jeden Fall viel gelacht.

Natürlich haben die Familien mit ihren Gästen am langen Pfingstwochenende auch Ausflüge unternommen, z.B.  nach Kassel zu den Wasserspielen im Park Wilhelmshöhe. Den Koreanern hat’s gefallen, denn das Wasser tat bei der großen Hitze gut und da war es auch nicht schlimm, wenn man mal einen ordentlichen Wasserspritzer abbekommen hat.

Am letzten Ferientag (22.05.) begann frühmorgens der zweitägige gemeinsame Ausflug der gesamten Gruppe nach Berlin, bei dem am ersten Tag der deutsche Bundestag im Reichstagsgebäude und das Holocaust-Mahnmal besucht wurde. Die deutschen Schüler hatten die Aufgabe, ihren koreanischen Gästen das Mahnmal zu erläutern.

Am nächsten Tag (23.05.) bekamen deutsche und koreanische SchülerInnen den Auftrag, in gemischten Gruppen das moderne Berlin durch eine Stadtrallye zu erkunden. An unterschiedlichen Stationen der S-Bahn-Linie 1 mussten besondere Orte gesucht werden. Oftmals waren damit Aufgaben verbunden, die ihnen das besondere Flair der Bundeshauptstadt näherbringen sollten, z.B. ein landestypisches Essen zu sich zu nehmen („Currywurst“). Wichtig war dabei, alles durch Fotos festzuhalten und zu dokumentieren. Am Abschiedsabend wurden diese Fotos den anderen Gruppen und den Eltern gezeigt, so dass sich daraus ein etwas genaueres Bild unserer  Aktivitäten ergeben konnte.

Nachmittags schloss sich eine Führung im Neuen Museum auf der Museumshalbinsel an, einer berühmten Welterbestätte. Auch hier begegnete uns das Thema „Spiel“, denn in der Abteilung für Altägypten wurden uns jahrtausendealte Spielsteine und Würfel gezeigt.  Wir konnten also erleben, dass Spielen Menschen über alle nationalen und zeitlichen Grenzen hinweg verbindet.

Am frühen Abend fuhren wir wieder mit der Bahn nach Göttingen. Zum Glück war es auf der Rückfahrt nicht so chaotisch wie auf der Hinfahrt, da diesmal die Bahn die Reservierungen etwas besser hingekriegt hatte.

Am Donnerstag (23.05.) wurde die koreanische Gruppe zuerst  in der Schule vom Schulleiter willkommen geheißen und dann im Sitzungssaal des Rathauses von Göttingen begrüßt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa erkundeten alle SchülerInnen wieder in gemischten koreanisch-deutschen Gruppen die Stadt mit Hilfe einer von Schülern erstellten Stadtrallye. Die koreanischen SchülerInnen gingen mit Ehrgeiz an die Sache heran, denn sie wollten durchaus gewinnen. Es hat ihnen sichtlich Spaß gemacht, die Stadt auf diese Weise zu erkunden. Wahrscheinlich haben sie Göttingen so besser kennengelernt, als wenn sie eine Stadtführung mitgemacht hätten. Und auch die deutschen SchülerInnen haben noch neue Sachen über ihre Stadt gelernt. Wer hätte das gedacht?

Wie die deutsche Schule funktioniert, haben die Koreaner dann am Freitagmorgen erlebt, als sie mit ihren deutschen Partnern in den ganz normalen Unterricht gegangen sind. Eine Besonderheit des niedersächsischen Lehrplans lernten sie auch noch kennen, als sie von Frau Fischer eine Einführung in das Fach „Darstellendes Spiel“ bekamen. Dass das viel mit Bewegung und Improvisation zu hat, hat den Gästen sichtlich gefallen. Sie kennen das Fach aus dem Fächerkanon in Korea nicht und es hatte vor der Reise einige Spekulationen über die Inhalte dieses Faches gegeben. Die spielerisch-kreative Herangehensweise hat LehrerInnen und SchülerInnen überrascht, sie konnten sich aber gut darauf einlassen. Die Übungen haben ihnen sichtlich Freude bereitet.

Am Nachmittag erklärte eine Referentin der Welterbestätte Kloster Lorsch den SchülerInnen die Partnerschaft zwischen dem Hainberg-Gymnasium, der Welterbestätte Kloster Lorsch sowie der Welterbestätte Haein-Sa, dem berühmten buddhistischen Kloster in Südkorea.  Es war für die meisten ZuhörerInnen überraschend, diese Verbindung zu entdecken und zu verstehen, dass es auch im Bereich des traditionellen Klosterlebens viele Gemeinsamkeiten, aber natürlich auch einige Unterschiede zwischen Deutschland und Südkorea gibt.

Die Abschiedsveranstaltung am Abend in der Schule wurde inhaltlich weitgehend durch die SchülerInnen  mit Vorträgen  über das Berlin-Abenteuer gestaltet.  Dass die Koreaner deutsches Essen inzwischen ganz gerne mochten, stellten sie unter Beweis, als das von den deutschen Gastfamilien zubereitete Buffet eröffnet und bald von einer fröhlich-bunten Menschenmenge belagert wurde.

Am letzten Tag mussten sich unsere Gäste wieder verabschieden. Der Bus, der sie nach Frankfurt zum Flugplatz bringen sollte, war zum Werner-Heisenberg-Platz bestellt worden.  Bis kurz vor der Abfahrt des Buses war die Stimmung noch locker und gelöst. Aber als alle in den Bus einsteigen mussten, gab es doch ein paar Tränen. Offensichtlich fiel es vielen schwer, Abschied zu nehmen. Und das ist doch eigentlich ein richtig gutes Zeichen dafür, dass Menschen aus so unterschiedlichen Kulturkreisen wie Südkorea und Deutschland  einander in so kurzer Zeit kennen und schätzen lernen können.

Fahrt nach Berlin vom 22.-23. Mai 2018

Vom Hauptbahnhof über das Kanzleramt zum Bundestag im Reichstagsgebäude. Weiter zum Brandenburger Tor und Potsdamer Platz.

Berlin Rallye am 23. Mai 2018

Erstellt ein Foto mit euch jeweils vor den Sehenswürdigkeiten und recherchiert dann über diese. Vor einer Currywurst Bude, einem Dönerladen oder dem koreanischen Restaurant macht ein Selfie und notiert die Adresse. Ihr könnt gern weitere Sehenswürdigkeiten fotografieren.

Gruppe 1

  • START:  S-Bahn - Zoologischer Garten
  • Sehenswürdigkeiten: Bikini-Gebäude, Gedächtniskirche, Europacenter, Zoo, KaDeWe
  • ZIEL: U1 Wittenbergplatz nach Warschauer Straße (East Side Park - Mühlenstraße 78)

 

Gruppe 2 

  • START: S-Bahn - Tiergarten
  • Sehenswürdigkeiten: Straße des 17. Juni, Siegessäule, Nordische Botschaften, Lützowplatz
  • ZIEL: U1 Nollendorfplatz nach Warschauer Straße (East Side Park - Mühlenstraße 78)

 

Gruppe 3 

  • START:  S-Bahn - Bellevue
  • Sehenswürdigkeiten: Schloss Bellevue, Haus der Kulturen der Welt, Bundeskanzleramt, Spreebogen, Restaurant Paris-Moskau
  • ZIEL: S-Bahn Hauptbahnhof nach Warschauer Straße (East Side Park - Mühlenstraße 78)

 

Gruppe 4 

  • START: S-Bahn - Friedrichstraße
  • Sehenswürdigkeiten: S- Bahnbögen mit Restaurants, Museumsinsel mit Bodemuseum, Humboldt Box, Dom
  • ZIEL: S-Bahn Hackescher Markt nach Warschauer Straße (East Side Park - Mühlenstraße 78)

 

Gruppe 5 

  • START: S-Bahn - Hackescher-Markt
  • Sehenswürdigkeiten: Hackesche Höfe, Monbijou Platz, Synagoge, Oranienburgerstraße, Berliner Ensemble
  • ZIEL: S-Bahn Friedrichstraße nach Warschauer Straße (East Side Park - Mühlenstraße 78)

 

Gruppe 6

  • START: S-Bahn - Alexanderplatz
  • Sehenswürdigkeiten: Weltzeituhr, Berliner Fernsehturm, Rotes Rathaus, Nikolaiviertel, Mühlendammschleuse 
  • ZIEL: S-Bahn Jannowitzbrücke nach Warschauer Straße (East Side Park - Mühlenstraße 78)

 

Gruppe 7 

  • START: S-Bahn - Ostbahnhof
  • Sehenswürdigkeiten: Ostbahnhof, Mercedes-Benz-Arena, East Side Gallery, mind. 3 Motive
  • ZIEL: East Side Park - Mühlenstraße 78

 

Gruppe 8

  • START: S-Bahn - Warschauer Straße
  • Sehenswürdigkeiten: U-Bahnhof Warschauer Straße, Seoulkitchen, Berliner Mauerweg, Oberbaumbrücke
  • ZIEL: East Side Park - Mühlenstraße 78