Liccle Bit – Eine Geschichte , die mitreißt

Im Rahmen einer Lesung des Literarischen Zentrums Göttingen trafen wir bei uns in der Aula des Hainberg-Gymnasiums den englischen  Schriftsteller Alex Wheatle, einen wunderbaren interessanten Menschen.

Er wurde 1963 in London geboren und wuchs  teilweise im Kinderheim und als Jugendlicher dann auch ohne weitere Schulbildung auf. In einer schwierigen Zeit seines Lebens entdeckte er dann seine Liebe zu Büchern.

Wir, die Klasse 10S,  hatten die Gelegenheit, uns ein wenig genauer mit Alex Wheatle zu beschäftigen, und zwar vor allem vier Schüler, die diese Veranstaltung in einer vollen Aula moderieren durften: Nora Wegner, Tim Schäfer, Marie Schulz und Emily Voigt. Unterstützt wurden sie bei ihrer Vorbereitung von unserem Assistant Teacher Brandon Blackburn.

Im  Rahmen unseres Englischunterrichts haben wir Reading Logs (Lesetagebücher) erstellt und Nora hatte sich im Rahmen dieses Projekts das Buch Liccle Bit ausgewählt, eben das Buch, aus dem Alex Wheatle vorlas.

Liccle Bit ist ein Roman über Freundschaft, Familie, die erste Liebe und was es heißt, sich gegen widrige Umstände durchzusetzen und das Richtige zu tun,  mit großer Empathie geschrieben, weil der Autor ganz offensichtlich das Milieu der Menschen,  über die er schreibt, sehr gut kennt.

Er las uns ein paar Zeilen aus dem Buch vor,  und auch wenn wir nicht jedes Detail verstanden haben, da wir das Buch nicht  kannten, hat man an seiner Art und Weise vorzulesen, gemerkt, wie viel Herzblut in seinem Werke steckt und vor allem, welche Botschaft er damit verbindet: Man soll an sich glauben  und seine Träume leben.

Wie er uns erzählte, war das Schreiben gar nicht seine erste Wahl, denn er wollte eigentlich Sänger werden. Er hat  uns dann auch zwei selbst geschriebene Lieder  vorgesungen,  und es war gleich klar, dass seine Leidenschaft der  Reggae Musik  galt, was auch  sehr gut zu ihm passt.

Er erzählte viel aus seiner Kindheit, wie er die meiste Zeit im Shirley Oaks Kinderheim verbrachte und mit 16 DJ wurde. Er gab sich den Namen Yardman Irie, als er anfing  über sein Leben in Brixton zu schreiben.

Als die Schüler Fragen stellten, die er sehr offen beantwortete, war er sichtlich gerührt, als Nora einen Abschnitt aus ihrem Reading Log zu seinem Buch vorlas, denn das hatte er noch nicht erlebt.

Unserer Meinung nach ist er ein sehr netter und offenherziger  Mensch und wir sind froh, dass er an unsere Schule gekommen ist, um seine Erfahrungen mit uns zu teilen. Unsere Englischlehrerin Frau Brumby-Hartogh berichtete uns später, dass auch er von uns als Publikum beeindruckt und sehr erfreut war.

 

Wir denken, dass die Begegnung mit ihm  mehrere von uns angeregt hat, seine Bücher zu lesen und vielleicht kommt er ja erneut an unsere Schule, wir würden uns jedenfalls freuen.

 

Ein Beitrag von Katharina Köhler, Sophie Schlehahn & Anna-Maria Piesnack

 (Klasse 10S)