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Förderverein Osteuropa e.V.

Seit 1999 gibt es am Hainberg-Gymnasium Göttingen einen von Lehrer:innen und Eltern gegründeten gemeinnützigen Förderverein OSTEUROPA e.V.

Zweck des Vereins ist

  • die Förderung der interkulturellen Bildung und Weiterbildung der Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern der UNESCO-Projektschule Hainberg-Gymnasium,
  • die Förderung und Unterstützung von Kontakten des Hainberg-Gymnasiums mit Schulen in Osteuropa, insbesondere der Partnerschaften mit dem II. Allgemeinbildenden Liceum in Thorn/Polen und der Mittelschule Nr. 5 in Molodetschno/Weißrussland sowie
  • die Unterstützung des Kreis- und Kinderkrankenhauses in Molodetschno/Weißrussland.

Unmittelbarer Anlass zur Gründung des Fördervereins OSTEUROPA im Jahr 1999 waren zwei wichtige Ereignisse im Rahmen der Auslandskontakte des HGs. Zum einen feierte das HG seinen zehnjährigen Jubiläumsaustausch mit dem II. Allgemeinbildenden Liceum in Thorn/Polen. Zum anderen erhielt die Beziehung des HGs mit der Mittelschule Nr.5 in Molodetschno/Weißrussland den Status einer offiziellen Partnerschaft.
Im Jahr 2002 haben bereits ca. 900 Schüler:innen, Eltern und Lehrer:innen des HGs und seiner osteuropäischen Partner durch Schüler:innenaustauschprogramme und gemeinsame Projektarbeit Kontakt mit dem anderen Land bekommen und damit auch die Chance, im Spannungsfeld überlieferter Klischees und Vorurteile einen eigenen Standpunkt zu finden. Obwohl sich auf Göttinger Seite der Erwerb von Polnisch- und Russischkenntnissen in bescheidenem Rahmen bewegt, sind durch die gute deutsche Sprachkompetenz der osteuropäischen Partner die Begegnungen bisher problemlos verlaufen. Über den Zeitraum von mehr als 10 Jahren sind sie immer reicher an Ideen geworden.

Ein paar Fakten zur Genese und Pflege der Beziehungen sowie Vorhaben für die Zukunft:

POLEN: Entstanden durch die Städtepartnerschaft zwischen Göttingen und Thorn und seit ein paar Jahren gefördert durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk haben sich die Begegnungen zwischen dem HG und seiner polnischen Partnerschule trotz aufwendiger Ökologieprojekte ohne übermäßige finanzielle Belastungen entwickeln können.

BELARUS: Der Kontakt mit der Mittelschule Nr. 5 in Molodetschno/Weißrussland hat sich in Folge des Tschernobyl-Aktionstages der UNESCO-Projektschulen 1996 ergeben. Bei der Übergabe eines gespendeten Ultraschallgerätes zur Früherkennung von Schilddrüsenkrebs an das Kreiskrankenhaus von Molodetschno bot sich die genannte Schule mit großem Einsatz der HG-Delegation als Partner an. An der Mittelschule Nr.5 wurde bereits damals intensiv Deutsch ab Klasse 2 gelernt, ohne dass die Mehrzahl der Schüler:innen jemals mit Deutschen oder Deutschland Kontakt gehabt hatte. Dies traf auch auf die Deutschlehrer:innen zu. Der Wunsch nach einem Austausch mit einer deutschen Schule war daher verständlich. Das HG stellte sich dieser Herausforderung, obwohl von Anfang an klar war, dass die Aufwendungen für Reise und Taschengeld der Weißrussen sowie die Austauschprogramme weitgehend von deutscher Seite finanziert werden mussten. Es war die Sache wert: Die bisherigen Begegnungen haben umfangreiche Projekte zum Thema „Gesundheit" realisiert und gleichzeitig für alle Beteiligten einen wichtigen Beitrag zum vergleichenden Demokratieverständnis geleistet.

In Zusammenarbeit mit dem regierungsunabhängigen Institut BELRAD (Strahlenforschung und Strahlenmessung) in der belarussischen Hauptstadt Minsk hat der Förderverein in den letzten Jahren Strahlenmonitoring bei Schüler:innen der Partnerschule durchführen lassen und Messstellen an weißrussischen Schulen unterhalten, die der Bevölkerung eine unmittelbare und schnelle Möglichkeit der Überprüfung von Nahrungsmitteln sowie Beratung durch das Minsker Institut bieten.

Der Kontakt mit dem Kreiskrankenhaus von Molodetschno hat sich ebenfalls weiterentwickelt und intensiviert. Das 1996 übergebene Ultraschallgerät ist bis heute im Einsatz. Darüber hinaus besteht durch Selbstverpflichtung von Schüler:innen dreier Klassenstufen des HGs seit 1998 eine Medikamentenpatenschaft zwischen Schule und Krankenhaus.

Weiterhin wird ohne Unterbrechung seit 1998/99 aus Spendenmitteln ein Jahresstipendium für eine weißrussische Schülerin/einen weißrussischen Schüler der Partnerschule am HG vergeben sowie bereits mehrmals ein Acht-Wochen-Stipendium an weißrussische Ärzte und Ärtzinnen des Kreiskrankenhauses von Molodetschno zur Fort- und Weiterbildung in Göttingen.

LITAUEN: Im Jahr 2000 ergab sich eine Verbindung zum Laurynas Ivinskis Gymnasium in Kursenai/ Litauen, der einzigen UNESCO-Projektschule unter den Partnern des HGs. Neben Projektarbeit im Schüler:innenaustausch fördert das HG den allmählichen Aufbau eines regionalen Deutschen Kulturzentrums in jener Schule. Ab 2002 sind auch Austauschvorhaben zwischen Musikgruppen beider Schulen geplant.

Im Sinne des UNESCO-Netzwerk-Gedankens ist es dem HG gelungen, zwischen der litauischen und der weißrussischen Partnerschule einen Schüler:innenaustausch-Kontakt herzustellen, so dass mittelfristig auch Begegnungen und gemeinsame Projekte zwischen Schulen aus drei verschiedenen Nationen möglich werden.

Wir bitten alle, die unser Konzept und unsere Arbeit unterstützen möchten, Mitglied des Fördervereins zu werden. Sie können unsere Projekte auch durch aktive Mitarbeit und/oder einmalige Spenden fördern. Spendenquittungen werden ausgestellt.

Der Vorstand:
Vorsitzende: Hiltrud Meyer-Bothling
Stellvertreterin: Monika Kleineberg
Schriftführerin: Elke Moeken
Kassenwart: Nils Klusmann

 

 

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