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Du wolltest schon immer mal auf einer Bühne stehen? Darstellendes Spiel ist kein Fach wie jedes andere.

Im Fach Darstellendes Spiel erhältst Du Gelegenheit, Dich auszuprobieren. Du lernst mit deinem Körper und deiner Stimme zu spielen und selbstbewusst und mit Ausdrucksstärke allein und mit anderen auf der Bühne zu handeln.

Ziel ist nicht die Ausbildung von Schüler:innen auf den Schauspielberuf, sondern allen Teilnehmer:innen ein Angebot der kulturellen Bildung zu machen.

Unterrichtsinhalte

Vorbemerkungen

Das Erlernen und trainieren der theatralen Elemente ist eng verknüpft mit der Gestaltungsarbeit. In Kleingruppen entwickelt ihr ausgehend von einer Textgrundlage oder aus der freien Improvisation eigene Szenen. Die Arbeit in der Gruppe, dem Ensemble, kommt besondere Bedeutung zu. Ihr leitet Euch gemeinsam an, nehmt Spielangebote auf, gebt Euch gegenseitig Rückmeldung und tragt mehr und mehr Verantwortung für das Gelingen der gemeinsamen Arbeit.

Das Besondere des Faches ist, dass es durchgängig projektorientiert ist.

Am Hainberg- Gymnasium unterrichten 10 Kolleg:innen mit je unterschiedlichen Schwerpunkten das Fach Darstellendes. Es reicht vom klassischen Schauspiel über die Improvisation, vom politischen Theater über das English Drama, über Musiktheater bis hin zum Tanztheater u.v.m. Vieles ist möglich, nichts muss.

Im Fach DS wird improvisiert, praktiziert und experimentiert mit Körper, Raum und Stimme.

Wichtig ist, dass ihr Lust mitbringt, Neues und für Euch Ungewöhnliches in Kooperation mit anderen auszuprobieren.

Der vorliegende Arbeitsplan orientiert sich am Kerncurriculum Darstellendes Spiel des Landes Niedersachsen. Die hier festgelegten thematischen Schwerpunkte stellen Inhalte dar, die dazu geeignet sind, die im Kerncurriculum genannten Kompetenzen zu erwerben. Diese thematischen Schwerpunkte der einzelnen Jahrgänge werden vorrangig in der Einführungsstufe exemplarisch eingeführt und dann in den weiteren Jahrgängen projektgebunden vertieft und erweitert. Dabei ist die Reihenfolge nicht bindend, zu Beginn bietet es sich an, die theatralen Ausdrucksformen zu erproben und einzuführen, im weiteren Verlauf werden diese Gestaltungselemente projektorientiert, an pädagogischen Notwendigkeiten oder an fächerübergreifenden Projekten innerhalb der jeweiligen Lerngruppe im Sinne eines Spiralcurriculums aufgenommen, ergänzt und erweitert.

Unterrichtsschwerpunkte

Der Aufbau und Ablauf eines Kurses orientiert sich stark an den Voraussetzungen der Kursteilnehmer:innen und an der thematischen Ausrichtung des Projektes.

Wo immer es möglich ist, ist der Besuch eines Theaterstückes als kulturelle Erfahrung vorgesehen, um Theater als Interaktion zwischen theatral Handelnden und dem Publikum zu begreifen.

Neben der szenischen Gestaltungsarbeit wird die Fähigkeiten zu einem konstruktiven personenbezogenen oder szenenbezogenen Feedback eingeführt und trainiert, sowohl das Spielerfeedback als auch das Beobachterfeedback werden als wesentlicher Teil der Arbeit im Fach Darstellendes gewertet, daher wird ihm auch in der Stunde zeitlich viel Raum eingeräumt. Die Kriterien für die Rückmeldungen werden im Verlauf des Kurses projektbezogen gemeinsam mit den Schüler:innen erarbeitet, immer weiter ausdifferenziert und dienen auch in Leistungsüberprüfungen als Grundlage der Bewertung.

Unterrichtsschwerpunkte in der Q1

  • Kennenlernen und Vertrauen
  • Körper und Bewegung, Präsenz
  • Ensemblebildung (Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen)
  • Körper, Stimme und Raum wahrnehmen und beschreiben Raumkonzepte
  • Spiel im Raum
  • Gestaltungskategorien
  • Dramaturgische Strukturen

 

Ein möglicher Sequenzaufbau in der Einführungsstufe im Jahrgang 11 mit den Schwerpunkten „Körper, Raum und Improvisation“ könnte wie folgt aussehen: Die folgende Darstellung kann nur exemplarisch sein und orientiert sich zeitlich an Doppelstunden

1.  Einführung, Kennlernspiele, Körper und Bühnenpräsenz, Was ist Theater?

2.  Körper und Stimme, Privates Verhalten vs. Bühnenpräsenz, Peripherer Blick

3.  Vertrauensspiele, Raum, Positionen und Gänge im Raum

4.  Spielimpulse durch Räume, Neun-Punkte-Feld

5.  Positionen und Gänge im Raum, Einführung Improvisation

6.  Einführung Status

7.  Status-Spiele (Einführung der Selbsteinschätzung)

8.  Körperbeherrschung, Stimme einsetzen (Atmung)

9.  Zeit und Tempo, szenische Improvisation

10. Reale und imaginäre Requisiten bespielen

11. Requisit, Double Take, Pantomime/szenische Improvisation

12. Chorisches Spiel

15. Theaterästhetische Mittel/ Einen Handlungsbogen entwickeln

16. Szenische Gestaltungsarbeit

ab 17. Projektgebundene Arbeit mit Ziel einer Werkschau

 

Zu den mögliche Präsentationsformen zählen: Impromatch, Szenencollagen, Entwicklung von Minidrama, ....

Hierbei kann es sich um eine Aufführung als Werkschau vor kleinerem Publikum, z.B. dem Parallelkurs handeln oder aber auch die schulöffentliche Aufführung vor großem Publikum beispielsweise in der schuleigenen Aula.

Grundsätzlich kann jeder Raum, sei er noch so abgelegen, zum Spielort werden. Mit Hilfe unserer mobilen Lichtanlage bringen wir überall Licht ins Dunkel.

 

Unterrichtsschwerpunkte in der Q2

In der Q2 werden die in der Q1 erworbenen Kompetenzen projektgebunden vertieft und erweitert.

Nach einer anfänglichen Phase der Ensemblebildung, in der vor allem Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen trainiert werden, wählt sich der Kurs ein Thema bzw. eine Projektidee aus, welche mit theatralen Mittel im Verlauf erarbeitet werden soll. Abhängig von den Interessen der Kursteilnehmer*innen kann der Kursverlauf stark variieren. Im Zentrum steht die inhaltliche und theatrale Auseinandersetzung mit dem Thema sowie die Entwicklung eines Spielkonzeptes, welches am Ende der Q2 im Rahmen einer Aufführung der Schulöffentlichkeit präsentiert werden soll.

Hierbei kann sich der Kurs für die Gestaltungsarbeit ausgehend von einer nicht-dramatische Vorlage entscheiden oder aber andernfalls sich für die Arbeit mit einer dramatischen Vorlage entschließen.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Wahl eines aktuellen Themas, um Theater verstärkt im Kontext aktueller gesellschaftspolitischer Ereignisse und Themen wahrzunehmen u. sich damit auseinanderzusetzen. Hier werden auch gerne Bezüge zum UNESCO-Curriculum und den Leitgedanken der UNESCO aufgenommen.

 

Parallel zur produktiven Arbeit mit dem Thema oder der Vorlage wird die Reflexionskompetenz im Umgang mit theatralen Zeichen, den theaterästhetischen Mittel und ihrer Wirkung im Sinne von beschreiben, analysieren und bewerten gefördert.

Bedarfs- und projektorientiert wird Wissen hinsichtlich Kompositionsmethoden, Gestaltungskategorien, Bühnenformen, Theatergeschichte und weiteren theatralen Elementen (Requisiten, Bühnenbild, Kostüme, Masken, Licht, Ton und deren Funktion) vermittelt, die im Rahmen der Produktion gebraucht werden.

Ziel am Ende der Q2 ist eine schulöffentliche Aufführung.

 

Projekte

Seit 1996 werden in kleineren und größeren Abständen mit viel Erfolg Musicals auf der Bühne inszeniert. Alle paar Jahre finden sich Schüler:innen und Lehrer:innen unter musikalischer Begleitung von Jazztified und dem Chor in einem jahrgangsübergreifenden Projekt zusammen und erarbeiten mit viel Engagement und Freude Musical unterschiedlicher musikalischer Ausrichtung, was die Schule zusammenführt und das Schulleben prägt.

 

  • 1996 „Linie I“
  • 1998 „Hair“
  • 2000 „Grease“
  • 2002 „West Side Story“
  • 2005 „Der Kleiner Horrorladen“
  • 2012 „Im Auftrag des Herrn“- Blues Brother Story
  • 2015 „Und es war Sommer“- Schlagerette
  • 2019 „Im Auftrag des Herrn 2.0“

Organisation

Stundentafel

Kl. 5Kl. 6Kl. 7Kl. 8Kl. 9Kl. 10Kl. 11Kl. 12Kl. 13
22-33333.3
AG    Ganztag        WPUWPUWPU   

Anzahl der Klassenarbeiten:

Die Hinweise zur Leistungsbewertung und – Messung beziehe sich alle auf das KC DS 2017 S. 32ff.)

Leistungsfeststellungen und Leistungsbewertungen geben den Schüler:innen Rückmeldungen über den erreichten Kompetenzstand. Für eine transparente Leistungsbewertung sind den Schüler:innen die Beurteilungskriterien rechtzeitig mitzuteilen. Den Lernprozess begleitende Rückmeldungen zu den feststellbaren Fortschritten stellen eine Hilfe für die Selbsteinschätzung sowie eine Motivation für das weitere Lernen dar. (KC 2017 S.32)

Bei der Gesamtbewertung sollen die Leistungen, die in der laufenden Arbeit im Kurs erbracht werden, stärker gewichtet werden als punktuelle Leistungskontrollen.

Die Hinweise zur Leistungsbewertung und – Messung beziehe sich alle auf das KC DS 2017 S. 32ff.)

Leistungsfeststellungen und Leistungsbewertungen geben den Schüler:innen Rückmeldungen über den erreichten Kompetenzstand. Für eine transparente Leistungsbewertung sind den Schüler:innen die Beurteilungskriterien rechtzeitig mitzuteilen. Den Lernprozess begleitende Rückmeldungen zu den feststellbaren Fortschritten stellen eine Hilfe für die Selbsteinschätzung sowie eine Motivation für das weitere Lernen dar. (KC 2017 S.32)

Bei der Gesamtbewertung sollen die Leistungen, die in der laufenden Arbeit im Kurs erbracht werden, stärker gewichtet werden als punktuelle Leistungskontrollen.

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Leistungsbewertung und Leistungsmessung im Fach Darstellendes Spiel

Die Fachkonferenz hat beschlossen, die erbrachten Schüler:innenleistungen wie folgt zu bewerten:

  • schriftliche Lernkontrollen: 30%
  • Mitarbeit im Unterricht: 70%

 

Das Fach Darstellendes Spiel ist (...) auf die aktive und kontinuierliche Mitarbeit und das Engagement aller Beteiligten angewiesen.

Bewertet werden die praktische Mitarbeit, die fachliche Mitarbeit und die Mitarbeit in der Gruppe bzw. im Ensemble. Die folgenden aufgeführten Formen der Mitarbeit, (...) beziehen sich auf die besonderen Lernaktivitäten im handlungsbezogenen Fach Darstellendes Spiel. Sie stellen aber keinen vollständigen, sondern exemplarischen Katalog der Gesamtleistungen dar.

I. Praktische Mitarbeit 

  • selbstständige Umsetzung eigener Ideen 
  • Klarheit und Differenziertheit der Gestaltung 
  • sichere Anwendung der Fachkenntnisse, der gewählten Gestaltungsmittel und -verfahren 
  • Risiko- und Experimentierfreudigkeit 
  • Konzentrationsfähigkeit 
  • flexibles Reagieren auf unvorhergesehene Schwierigkeiten 
  • Entwicklung von alternativen Lösungen 
  • Einbringen individueller Fähigkeiten und Fertigkeiten, auch über den Unterricht hinaus 

II. Fachliche Mitarbeit

  • Vor- und Nachbereitung des Unterrichts: Probentagebuch, Portfolio 
  • szenische Vorschläge im Rahmen der Gesamtkonzeption 
  • Praxisreflexion zur ästhetischen und dramaturgischen Konzeption 
  • selbstständige Recherchen (Beschaffung und Einbeziehung von Informationen aus dem Theater, der Presse, dem Internet oder Bibliotheken) 
  • Anwendung von Fachtermini 
  • Textverständnis 
  • Kenntnisse von Theaterformen und -methoden 
  • Anleitung der Gruppe 

 

III. Mitarbeit in der Gruppe bzw. im Ensemble 

  • Aufgeschlossenheit und konstruktive Einstellung 
  • Eigeninitiative, Disziplin, Durchhaltevermögen 
  • Kontinuität, Zuverlässigkeit 
  • Teamfähigkeit (Verantwortung, Hilfsbereitschaft, Konfliktfähigkeit, Zusammenarbeit) 
  • produktive Feedback-Kultur 

 

Zu den projektbegleitenden Leistungsnachweisen zählen:

  • Umsetzen spielpraktischer Übungen
  • Verfassen von Probetagebüchern
  • Schreiben von Spieltexten
  • Verfassen von Rezensionen und Workshop-Berichten
  • Entwerfen von Regiekonzepten
  • Erstellen von Zeitungsinformationen, Programmheften, Plakaten
  • Herstellung von Kostümen und Bühnenbildern
  • Recherche von Materialien
  • ...
  1. Leistungskontrollen (Klausuren) 
  2. Rahmen eines dreistündigen Kurses werden im Jahr drei Leistungsüberprüfungen erfolgen.
  3. Klausur kann aus praktischen Aufgaben bestehen. Im Fach Darstellendes Spiel lassen sich die Leistungsnachweise den folgenden vier Aufgabenarten zuordnen: 
  4. Klausur mit praktischem Schwerpunkt (SP1) Die Schüler:innen sollen bei dieser Aufgabe zeigen, dass sie ein szenisches Konzept entwickeln können und in der Lage sind, in angemessener Zeit zu einer Präsentation zu gelangen und diese zu reflektieren. Das Hauptgewicht hierbei liegt in der konkreten szenischen Ausgestaltung und Umsetzung. 
  5. Klausur mit theoretischem Anteil (SP2) Bei diesem Aufgabentyp sollen die Schüler:innen nachweisen, dass sie in der Lage sind, zu einem vorgegebenen Thema ein szenisches Konzept zu entwickeln und es in angemessener Form sprachlich darzustellen, zu begründen und kritisch zu reflektieren.  

Projekt- bzw. produktionsbegleitende Klausur (P)

Je nach Stand der Produktion kann eine auf die Inszenierung bezogene spielpraktische Aufgabe mit theoretischem bzw. praktischem Schwerpunkt gestellt werden (z. B. Gestaltung von Bühnen-, Licht-, Toneinsatz, Entwurf eines dramaturgischen Konzepts), deren Ergebnis in die Inszenierung eingehen kann. Es können auch gestalterische Aufgaben gestellt werden, die das Umfeld der Produktion betreffen. Denkbar sind u. a. Entwürfe für Plakate, Eintrittskarten, Programme oder Zeitungsankündigungen.

Theoretisch-analytische Klausur (T)

Gegenstand der Untersuchung in diesem Aufgabenbereich sind vorgelegte Materialien (z. B. Texte, Bilder, Inszenierungen). Neben der Analyse und Interpretation können auch gestalterische Aufgaben formuliert werden, wie z.B. das Schreiben einer Theaterkritik, Textumformulierungen, Aktualisierungen oder Rollenbiografien, die neben der reinen Darstellung auch einen erläuternden und begründenden Anteil aufweisen. Dabei sollen die inhaltlichen und formalen Elemente sowohl in der Analyse als auch in der Gestaltung nicht isoliert, sondern in ihrer Bedeutung für die Aussage und Wirkung des Textes untersucht bzw. angewendet werden.

Fachkollegium

Karen Fischer

  • Spanisch
  • Darstellendes Spiel
  • Englisch
  • Schulvorstand
  • Vertretung Gleichstellungsbeauftragte
  • Unesco

Nadja Haghpanah

  • Fachleitung Darstellendes Spiel
  • Deutsch
  • Religion
  • Darstellendes Spiel

Dr. Catherine Hauthal

  • Deutsch
  • Darstellendes Spiel
  • Geschichte
  • Schulleitung
  • c.hauthal@hg-gym.de
  • 0551 400-2803

Doren Kuhlencord

  • Deutsch
  • Darstellendes Spiel
  • Erdkunde
  • Coaching

Christhard Löber

  • Deutsch
  • Religion
  • Darstellendes Spiel
  • Personalrat

Genoveva Martínez-García

  • Coaching
  • Mobbing-Intervention
  • Darstellendes Spiel
  • Deutsch
  • Spanisch

Florian Reitzenstein

  • Musik
  • Darstellendes Spiel
  • Geschichte
  • Bläserklassen

Evelin Schiffler

  • Beratungslehrer:innen
  • Darstellendes Spiel
  • Deutsch
  • Sport

Dr. Friederike Worthmann

  • Fachleitung Seminarfach
  • Seminarfach
  • Deutsch
  • Darstellendes Spiel
  • Englisch
  • 1

Projekte

  Darstellendes Spiel
Frühlingserwachen von Frank Wedekind
  Darstellendes Spiel
Film vom Kurs darstellendes Spiel
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Teilnahme am 11. Göttinger Bildungskongress